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KULTURGEMEINSCHAFT

Die Kulturgemeinschaft Oberallgäu e.V. hat in den mehr als fünfzig Jahren ihres Bestehens der Bevölkerung des Oberallgäus satzungsgemäß geistiges und künstlerisches Kulturgut vermittelt.

Über 600 Theatervorstellungen wurden geboten; die bekanntesten Ensembles des deutschsprachigen Raumes gaben sich in Immenstadt ihr „Stelldichein“.
Theaterabende mit Schauspielern/innen, aus Film und Fernsehen bekannt, waren Höhepunkte in der Hofgarten-Stadthalle in Immenstadt und anderen Aufführugsorten im südlichen Oberallgäu.

Jährlich lud die Kulturgemeinschaft Oberallgäu e.V. die Oberallgäuer Bürger zu beachtlichen Konzerten ein. Hier sei an das mehrmalige Engagement der Bamberger Symphoniker und an verschiedene Staatsorchester erinnert. Hervorzuheben ist der einmalige Konzertabend mit den Moskauer Symphonikern, die Immenstadt als zweiten Spielort im Verlauf ihrer ersten „Westreise“ ausgesucht hatten.

Unser Ziel ist es, der Oberallgäuer Bevölkerung weiterhin bestes Kulturgut anzubieten.
Wegen der Schließung der Hofgarten-Stadthalle im Jahr 2021 finden die Theatergastspiele in den umliegenden Stadthallen, mit Schwerpunkt in Sonthofen statt.

Nächste Vorstellungen

Donnerstag, 09. April 2026
Donnerstag
09.
April
2026
20:00 Uhr | Haus Oberallgäu, Sonthofen
Die Wirklichkeit ist nicht alles

Fantasie und Wirklichkeit sind die Welten, zwischen denen der an psychischen Erkrankung leidende Schweizer Musiker Niklaus Friedli mäandert. Sein kurzes, bewegtes Leben war geprägt von Lebenslust und Leidenschaft für die Musik, aber auch von Krisen und Klinikaufenthalten. Es waren aber gerade diese emotionalen Wechselbäder, die es ihm ermöglichten, einen ganz eigenen Musikstil auszubilden und originelle Texte zu schreiben – bis heute unvergessen von jenen, die jemals seine Lieder gehört haben.

Marco Michel wird für anderthalb Stunden zu Niklaus Friedli. Er durchlebt verschiedenste Szenen seines Lebens. So taucht er bspw. ein in seine Kindheit, nimmt Songs auf im Studio, spielt Konzerte und versucht, in der Klinik seine Würde nicht zu verlieren. Eingeflochten in die Dramaturgie des Abends, setzt er sich immer wieder ans Klavier, um ein paar seiner Songs zu spielen. Das sich ständig wandelnde Bühnenbild bietet, ähnlich wie seine Songs oder die Schlaglichter auf Episoden seiner Biografie, immer wieder neue Assoziationsmöglichkeiten und Bedeutungsebenen. Friedlis Emotionen, seine Fantasien, seine Hoffnungen und Ängste werden intensiv spürbar. Der Abend ist jedoch nicht ausschließlich die Wiedergabe seiner Biografie, sondern auch eine Auseinandersetzung mit den beiden Konstrukten „Fantasie“ und „Wirklichkeit“ – etwas, womit sich Friedli aufgrund seiner Diagnose auch immer wieder auseinandersetzen musste.

Das Berndeutsche, in dem Friedli gesungen hat, ist eine wunderbar poetische Sprache. Marco Michel hat die Songs in ein Hochdeutsch übersetzt, das die ursprüngliche Poesie bewahrt und es auch einem nichtschweizerischen Publikum erlaubt, Friedlis Texten und sprachlichen Eigenheiten zu folgen. 

Ein Gastspiel des a.gon-Theater München

Im Abo Immenstadt enthalten